blackhole-factory: Erzulies Traum

Veröffentlicht in Produktionen, blackhole-factory am 6.08.2010 von Slawig

Erzulies Traum
work in progress

Das neue Projekt von blackhole-factory beschäftigt sich mit der Rekonstruktion von Ereignissen in einem zeremoniellen Raum, die die Gruppe 2004 bei einem Forschungsaufenthalt in Santiago de Cuba dokumentiert hat. Eine Begegnung mit der Vodú-Kultur in Cuba. “Erzulies Traum” ist eine Annäherung an die vielfältigen Schichtungen von Realitäten und Vorstellungswelten, die während der beobachteten Zeremonien und der damit verbundenen Ereignisse in dem Raum zusammentrafen. Sie stellt die Frage, wie die nicht sichtbaren Anteile der Begebenheiten, die fühlbaren Veränderungen der Atmosphäre im Raum, erzählt werden können. Dazu bedienen sich die Akteure neben realen Handlungen digitaler Mittel, Überformungen von Aktionen im Raum und der dokumentarischen Materialien, um die Erzähl-Möglichkeiten auf der Bühne zu erweitern. Die besondere Konstitution des zeremoniellen Raumes wird so in unsere Kultur und die zeitgenössische Medienlandschaft hineingeholt.

Die dokumentierten Ereignisse gehören zu einem Zyklus von Ritualen aus dem Vodú- Kult, so wie sie in der Region Santiago praktiziert werden. Die Handelnden sind Nachkommen der aus Afrika stammenden Sklaven, die von Haiti nach Kuba gebracht wurden, um auf den Kaffeeplantagen französischer Kolonialherren zu arbeiten. Der Vodú in Kuba ist ein synkretischer Kult, der erst durch die Ortswechsel sowie die kulturellen Einmischungen, denen die Protagonisten unterworfen waren, zu seiner bis heute tradierten und sich weiter transformierenden  Form gefunden hat. Während der Feiern findet ein intensiver persönlicher Austausch unter den Familienmitgliedern und ihren Gästen statt. All das mischt sich mit der Geschichte der Sklaverei und dem komplizierten Kubanischen Alltag zwischen Politikmüdigkeit, Mangelwirtschaft und übermässiger Kontrolle. Die Geister werden bei allen diesen Fragen zu Rate gezogen.

gefördert von Land Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Stadt Braunschweig

Freitag, 17.12. – 20 Uhr
Kunstmühle, Braunschweig

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TiG – Theater im Glashaus: Chili und Samt

Veröffentlicht in Produktionen, Theater im Glashaus am 6.08.2010 von Slawig

Chili und Samt

Der Mythos von Isis und Osiris, nacherzählt in Bildern von großer emotionaler Kraft und Farbigkeit. TiG beschäftigt sich in diesem dritten Jahr des Zyklus um Wahrnehmung und Dasein mit dem Thema des Fühlens, der Gefühle und deren starker Verknüpfung mit der Erinnerung an Erlebnisse. Die Schauspielgruppe setzt sich hier mit eigenen Erfahrungen auseinander und bringt diese auf sehr individuelle Weise in das Theaterstück ein, das mit eigens von der Gruppe entwickelter Musik und Videos komplettiert wird.

Die PerformerInnen: Gisela Schulze, Jacqueline Harborth, Magdalene Wrede, Arno Thoms, Francesco Zanotti, Frank Dettmer, Frank Harborth, Reinhard Dittrich

Regie: Elke Utermöhlen, Martin Slawig
Assistenz: Kristen Sonnenberg

gefördert von Aktion Mensch

www.theaterglashaus.de

25.11. (Premiere) / 26.11. / 27.11. / 3.12. / 4.12. – jeweils 20 Uhr
Kunstmühle, Braunschweig

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blackhole-factory/ Ethernet Orchestra: Distant Presences 2

Veröffentlicht in Kunstmühle, Veranstaltung, blackhole-factory am 6.08.2010 von Slawig

Distant Presences 2 – Live Networked A/V Performance

“Distant Presences” ist ein improvisiertes Sound-Kunstwerk, in dem sich Eigenart und Ästhetik der beteiligten Ensembles in einer Interaktion über weite Entfernung widerspiegeln. Unterschiedliche musikalische Kulturen treffen aufeinander, und die gemeinsame Improvisation wird zu einer Mediation über die Vielfalt von Orten und Lebensweisen.

Nach erfolgreichen Auftritten auf dem Festival NIME 2010 in Sydney und für FBI Radio Sydney jetzt in Braunschweig: blackhole-factory kooperiert seit 2010 mit dem australischen Musiker und Komponisten Roger Mills, der in seinem Ethernet Orchestra Musiker aus verschiedenen Teilen der Welt live über das Internet zu gemeinsamen Improvisationen zusammenführt.  Diesmal gibt es Live Performances

in Sydney: Roger Mills – Trompete und Elektronik + Yavuz Uydu – Oud und Bendir
in Londrina, Brasilien: Chris Vine – Guitar (ex Blurt, Factory Records)
in Braunschweig: Elke Utermöhlen – Stimme und Real-Time Processing, Martin Slawig – Objekte und Real-Time Processing
Dazu gibt es einen Video-Live-Stream von Vjs, die ebenfalls online live improvisieren:
in London: Graziano Milano, in München: Helen Varley Jamieson, in Sydney: Neil Jenkins

www.eartrumpet.org/research.html#ethernetorchestra

Sonntag, 14.11. – 11.30 Uhr
Kunstmühle, Braunschweig

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Keiner blickt dir hinter das Gesicht

Veröffentlicht in Kunstmühle, Veranstaltung am 6.08.2010 von Slawig

Keiner blickt dir hinter das Gesicht …
ein 2. Abend mit Erich Kästner-Lyrik
mit Hans-W. Fechtel und Bernhard Selker

Dieses zweite Kästner-Programm hat in erster Linie zum Inhalt Kästners lyrische Reflektionen, quasi in Selbstgesprächen, auf Alltäglichkeiten bei den betrachteten Mit-Menschen und auch bei sich selbst. Aber natürlich dürfen auch hier ein paar politik- und gesellschaftskritische Texte nicht fehlen.
Außerdem geben wir einen Einblick in Kästners über hundert Epigramme, diesen Perlen der Dichtkunst in Verknappung. Das bekannteste ist sicher dieses:
„Moral – Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“

Freitag, 8.10. • 19.30 Uhr
Kunstmühle, Braunschweig • Eintritt frei, Hutsammlung für die Kunstmühle

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Theater Halle 7 / inkunst e.V.: Mechanische Tiere

Veröffentlicht in Kunstmühle, Veranstaltung am 6.08.2010 von Slawig

Mechanische Tiere
Eine Produktion des Theaters Halle 7 / inkunst e.V., München

Das Bedürfnis nach der eigenen Individualität als größter Konformismus.

Vier Personen drehen sich im Kreis. Verfangen in ihren Mustern versuchen sie, über sich selbst hinauszugehen und aus ihrer unmittelbaren Situation zu entkommen. Doch das eigene Ich ist zusammen mit der Welt fremd geworden. Anhand der vierzehn Songs des Albums „Mechanical Animals“ von Marilyn Manson erzählt Rebekka Kricheldorf assoziativ in vierzehn Szenen das tragikomische Scheitern einer Gruppe von Menschen, die versucht, aus dem Angebot pseudo-individuell konfektionierter Lebensentwürfe eine eigene Identität zu konstruieren, als straighten Rock’n’Roll.

Regie: Jochen Strodthoff, Text: Rebekka Kricheldorf, Mit: Thomas Stang, Nicola Trub, Jochen Strodthoff, Eli Wasserscheid, Raum / Kostüm: Aylin Kaip, Lichtdesign: Michael Bischoff, Dramaturgie: Stephanie Krawehl, Regieassistenz: Julia Strobel, Produktion: Markus Schlappig, Claus Peter Seifert

29. & 30.10., 20.00 Uhr
Kunstmühle, Braunschweig • Eintritt 10,-/ 5,- Euro

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mehrsicht: Utopia #1 / Utopia #2

Veröffentlicht in Produktionen, mehrsicht-theater am 6.08.2010 von Slawig

Utopia #1 / Utopia #2

work in progress

„Utopie ist ja das, was man sich erträumt und nicht in die Tat umsetzen kann, der Nichtzustand. Ich lebe keine Utopie, das wäre völlig vermessen. Also, die Utopie ist grad, was nicht hier ist.
Ich versuche immer wieder, mir etwas vorzustellen, und wenn ich es oder ein Stück davon erreiche, ist es schön. Vielleicht ist eine meiner grundlegenden Forderungen an mich selbst, nicht irgendwo ankommen zu wollen. Einer der Leitsätze in den letzten Jahren meines Lebens war: Ich war immer komplett, doch niemals fertig. Also nicht zu denken, dass man ein Ziel erreichen kann, und dann wäre man irgendwo angekommen.“(Bernadette La Hengst)

Seit Jahrhunderten träumen Menschen von Utopia, jenem sagenhaften „Nicht-Ort“, einer Insel, die jenseits der bekannten Welt oder auch außerhalb einer in einem Menschenleben erreichbaren Zukunft liegt.

In einer Zeit der Skepsis gegenüber der Legitimation und Machbarkeit von gesellschaftsübergreifenden Utopien, gewinnt die Suche nach individuellen und persönlichen Auffassungen des Utopischen an Bedeutung. Mehrsicht begibt sich in seiner neuen Produktion auf die Suche nach den erfüllten und unerfüllten Wünschen und Träumen im Leben des Einzelnen und gibt an diesen beiden Abenden überraschende Einblicke in den Rechercheprozess für die neue Arbeit.

Samstag, 6.11.2010, 20.00 Uhr
Samstag, 11.12.2010, 20.00 Uhr

Kunstmühle Braunschweig, Eintritt 10,-/5,- Euro

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Einweihung der Kunstmühle

Veröffentlicht in Ankündigung, Kunstmühle, Theater im Glashaus, Veranstaltung, artblau, blackhole-factory am 10.05.2010 von Slawig

artblau Tanzwerkstatt, blackhole-factory und TiG – Theater im Glashaus laden ein zur Einweihung der Kunstmühle am 4. und 5. Juni 2010.

Die Kunstmühle ist ein neuer Ort der Produktion für Theater, Tanz und Performance mit Probenräumen, Studios und Büros. Punktuell werden auch öffentliche Veranstaltungen stattfinden, um die entstehenden Arbeiten dem Braunschweiger Publikum vorzustellen. Das Theater-Outlet wird die Kunstmühle zum Austausch, zur Planung neuer Aktivitäten, für Vorstellungen und öffentliche Diskussionen nutzen.

Zur Einweihung am 4.6. ab 19 Uhr und am 5.6. ab 17 Uhr zeigen wir und befreundete Künstler Theater- und Tanzproduktionen, Ausstellungen und Videoinstallationen, es gibt Live-Musik, Kaffee und Kuchen, diverse Getränke und Bratwurst vom Grill.

Das Programm (Änderungen möglich)

4.Juni 2010 ab 19 Uhr
TiG – Theater im Glashaus: Calibans Insel (Theater/Performance frei nach Shakespeare)
Deter/ Pirici: Horse Opera – Tanz
Live Musik, teilweise in speziellen Sonderformaten für diesen Abend

Special: die Braunschweiger Kult-Band Mehravan

5. Juni 2010 ab 17 Uhr
artblau Kindertanz-Präsentation
TiG – Theater im Glashaus zeigt den Film SONG
Zufit Simon: Wild Thing – Tanz
blackhole-factory: Störfall – broken visions of landscapes – Konzert/Performance
Talk-Special: Kunstmühle mit Gästen – Künstlergespräche
Live-Musik

Ausstellungen an beiden Tagen:
Gerhard Scharnhorst – Malerei
Martin Kroll – WEIT – Fotographie
blackhole-factory – Galata-Songlines – interaktive audiovisuelle Installation

EINTRITT  FREI

Fotos zur Kunstmühle und dem aktuellen Stand der Baumassnahmen finden sich hier!

Die Kunstmühle befindet sich in der ehemaligen Versuchsmühle auf dem Bühlerschen Werksgelände. Man erreicht uns vom Rudolfsplatz aus auf der Hildesheimer Strasse hinter “Bauhaus” rechts abbiegend, geradeaus bis zum Werkstor “Bühler 2″, oder vor “Bauhaus” über das Ringgleis.

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